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Malapascua – it’s all about Thresher Shark?

In Malapascua dreht sich alles um Tauchen und insbesondere um die berühmten Tresher Sharks oder deutsch die Fuchshaie. Diese Haie sind schlank und haben ein kleines Maul, eher einen Kussmund.  Sie sind ca. 3m lang, ohne ihr besonderes Merkmal ihren langen Schwanz allerdings deutlich kürzer nur ca. 1m 🙂 Angeblich gibt es weltweit nur ganz wenige Plätze, an denen man diesen eleganten Tieren begegnen kann. Malapascua ist einer davon.

Um die Fuchshaie zu sehen muss man früh aus den Federn – und dass in den Ferien.  04:45 mitten in der Nacht klingelt der Wecker  und 30 min später und vor allem im Dunkeln läuft man aus um 45min später bei Tagesanbruch ins Wasser zu tauchen. Bei unseren Tauchgängen haben sich die Hai wie bestellt gezeigt, Garantien gibt es allerdings keine.

Das Verhältnis Taucher zu Hai war etwa 10:1, doch wenn man Glück hat und richtigen Platz gewählt hat, ziehen sie immer wieder schön einem vorbei …Für die Fotografen: Blitzen ist nicht und Licht darf man auch keines verwenden um die scheuen Tiere nicht zu vertreiben.

Leider wie immer bei solchen Massenveranstaltungen drängen alle auf die vermeintlich besten Plätze, was allgemein damit interpretiert wird das alle möglichst tief unten und weit vorne an der 2. Kante auf ca. 27m zu finden sind. Das wiederum veranlasst die Haie sich noch weiter von den Tauchern zu entfernen. Würden wir alle eine Stufe weiter oben auf ca. 15m   sein, würden die Haie auch dorthin kommen…anyway auch wir waren auf der 2. Stufe natürlich ganz vorne 🙂

Ich hatte noch Glück, einer der Hai ist immer wieder an mir vorbeigezogen. Hier ein kleines Video aufgenommen mit der Canon S95.

Wer jedoch meint Malapascua hätte nur die Fuchshaie zu bieten, der irrt. Wir haben schöne Makromotive vor die Linse bekommen und finden das Malapascua durchaus mehr zu bieten hat als “nur” die Fuchshaie. Auch unser Guide meinte, es gibt hier viel Interessantes zu finden, nur es interessiert leider die wenigsten. Schade und betriebsblind würde ich sagen.

Lapus Lapus (rein und raus) als auch Lapus Pinnakle, aber vor allem auch Gato Island sind sehr schöne Plätze und haben auch Makrotechnisch einiges zu bieten. Wenn man sich bei Lapus Lapus in die Sandflächehinauswagt, findet man viele Bekannte im Sand die man sonst unter Muck Dives geboten bekommt. Zu unserer Überraschung gab es Feuerseeigel in rauen Mengen, die meisten davon bewohnt von Krabben und Krebschen, was die eigentliche Überraschung war.  So haben wir in Lapus Lapus unsere ersten Coleman Shrimps gesehen (Remo nach mehr als  2’500 Tauchgängen!!).

Gato Island ist nach den Fuchshaien der zweite angepriesene Tauchplatz. Da er ca. 90 min Anfahrt erfordert, werden dort zumindest zwei Tauchgänge gemacht. Im Bereich von 5-10m ist alles wunderbar bewachsen hat, es hat Nudis, Krebschen und seit langem haben wir mal wieder eine spanische Tänzerin gesehen.

Für mehr Tauchgänge hat leider die Zeit nicht gereicht, da wir auch in Ruhe ankommen und das Inselleben geniessen wollten. Das nächste Mal würden wir ein paar Tage mehr einplanen, um die Vielfältigkeit unter Wasser besser zu erkunden.

Zu Entspannen und Seele baumeln lassen lädt der ca. 1km lange Bounty Beach ein  – weisser Sandstrand, türkisblaues Wasser und malerisch angeordnete Kokospalmen. Ein kitschiges Postkartenidyll erster Klasse mit wunderschönen Sonnenuntergängen, die man am besten am Strand mit einem Happy Hour Drink geniesst.

Die Insel Malapascua an sich ist bis auf den ca. 1Km langen Bounty Beach relativ ursprünglich. Den Strand entlang findet man einige Hotels, Bars und Restaurants nebeneinander, in unterschiedlichen Preis- und Leistungsklassen. Für Backpackers als auch Luxustouristen lässt sich etwas finden. Allerdings ist die Insel derzeit eher eine Destination für Backpacker und Touristen mit gemäßigten Ansprüchen. Für uns kann das auch gut so bleiben. Die Preise sind moderat. 0.5L Tanduay Rum kostet ca. CHF 1.5, das lokale San Miguel Bier ist deutlich günstiger. Auch Preise für Abendessen etc. bewegen sich auf diesem Niveau.

Malapascua erinnert stark an Boracay vor 10-15 Jahren.  Es hat zwar einen gewissen Komfort, ist aber dennoch ursprünglich und nicht überlaufen. Der weiße Sandstrand, die Barhocker im Sand, der verkehrsfreie Strandweg und wohltuend ruhig ist es auch am Abend, keine BumBum Bars und wie uns Martin der Tauchbudenmanager versichert auch keine lokale Prostitution.

Wir haben uns für das Ocean Vida und die Sea Explorers Tauchbasis entschieden. Beide sind unter Schweizer Leitung was schon ein gewisses Mass an Standard und Funktionieren mit sich bringt :-)Gewohnt haben wir direkt an der Strandpromenade mit Meerblick, im ersten Stock des Ocean Vida und hervorzuheben ist das wirklich gute Essen und die entspannten Lümmelmöglichkeiten am Strand … sehr gemütlich …

Malapascua liegt ganz am nördlichen Ende der Insel Cebu. Cebu, eine 200 km lange und höchstens 40 km breite Insel in der Mitte der Vìsayas Region, ist eines der kulturellen und wirtschaftlichen Zentren der Philippinen. Vor allem in Cebu City der ältesten  Stadt des Landes ist sehr lebendig und zählt ein paar Millionen Einwohner. Und 100 dieser 200 km müssen wir wieder retour fahren, um in Cebu auf die Fähre zu gehen und zu unserem nächsten Ziel Siquijor zu schippern. 100 km mag nicht sehr viel klingen, aber den Strassenverhältnissen hier ist es doch eine Reise von 2 – 3 Stunden.

Wer noch Zeit und Lust hat, hier die gesamten Unterwasserbilder aus Malapascua:

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